Zum Inhalt springen

Mehr Wertschöpfung schaffen

Jetzt nicht! Das Tagesgeschäft

Für die Umsetzung von Veränderungen in Unternehmen, egal ob groß oder klein, gibt es einen natürlichen Feind: das Beharrungsvermögen. Sie können es auch Gewohnheit nennen. Oder die Angst davor, Fehler zu machen, weil die Abläufe neu organisiert werden und man zuvor eine Entscheidung treffen muss. Entscheidungen mögen noch so plausibel und fundiert begründet sein: ein Restrisiko bleibt immer. Das eine Mal hat man etwas übersehen oder unterschätzt, das andere Mal ändern sich unvorhergesehen die Umweltbedingungen. Dann sind sie wieder da, die Stimmen von der Seite: „Habe ich mir gleich gedacht, dass das nichts wird…“. Sie kennen das.

Und um diese Veränderungen von Anfang an zu erschweren, hat sich eine neue Ausrede etabliert: das Tagesgeschäft. Es gibt so viel zu tun.

Ja, das ist richtig! Gerade jetzt. In diesen harten Zeiten. Doch wer als Unternehmenslenker operativ an zu vielen Aufgaben mitwirkt, hat etwas falsch gemacht. Dann stimmt der Unterbau nicht. Dann leiden Innovationen, Strategie und vor allem die Wertschöpfung. Dann fehlen die Ideen, der Antrieb und die Konsequenz in der Umsetzung. Denn wer soll es sonst machen? Veränderungen einzuleiten und für die Umsetzung zu sorgen, ist die existenzielle Aufgabe der obersten Führungsebene. Wenn sich diese mit dem Argument des „Tagesgeschäfts“ herausredet, wird es schwierig. Dann droht Stillstand.

Drei Regeln wirken dem entgegen:

  • 3 Stunden Tagesgeschäft pro Tag müssen reichen.
  • Dann stehen 3 Stunden für Beziehungspflege an, intern und extern.
  • 3 Stunden täglich für Change-Management. Das können sowohl konzeptionelle Arbeiten als auch Gespräche mit Mitarbeitern und Führungskräften sein.

So haben Sie ausreichend Zeit, auch im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern, Ihr Unternehmen voran zu bringen. Und gleichzeitig wissen Sie, dass das Tagesgeschäft erledigt ist.

Probieren Sie es aus. Und achten Sie auf die aufkommenden Gegenargumente. Bei Ihnen und in Ihrem Umfeld. Es könnte sein, dass diese gut zum ersten Absatz des Beitrags passen.

 

Christian KalkbrennerÜber den Autor
Christian Kalkbrenner, Dipl.-Kfm. (univ.), ist Strategieberater aus Überzeugung. Mit 15 Jahren Erfahrung im Bereich Krise- und Restrukturierung und über 15 als prämierter Wachstums- und Wertshöpfungsberater zählt er zu den Kompetenzführern seines Faches. Er weiß worauf es jetzt ankommt.

Als kreativer Kopf hat 2007 er ein eigenes Strategieverfahren entwickelt, den Bambus-Code®, für den er mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet wurde. Mit neun Fachbüchern, vielen Fachartikeln und Vorträgen zählt er zu den echten Experten seines Faches. Mit der „Wertschöpfleiter“ geht er nun den nächsten Schritt.

Schreibe einen Kommentar