Pressemitteilungen: Online-Version ersetzt klassische Form

Pressemitteilungen: Online-Version ersetzt klassische Form

PressemitteilungenViele Unternehmen versenden ihre Pressemitteilungen immer noch auf klassische Art direkt an die Presse. Auch wenn die News mittlerweile per E-Mail und nicht mehr per Fax verschickt werden, reicht diese Anpassung an die modernen Medien nicht um sicherzustellen, dass die Pressemitteilung auch wirklich gelesen wird.


Die Bedeutung klassischer Pressemitteilungen sinkt
Bei einer Journalistenumfrage der Universität der Bundeswehr München im Oktober 2013 stellte sich heraus, dass Journalisten einen großen Teil der Pressemitteilungen gar nicht zur Kenntnis nehmen: Ein Drittel der Pressemitteilungen, die interessant wären, kommt zum falschen Zeitpunkt und jede zweite Pressemitteilung wird ungelesen gelöscht.

Das wichtigste Recherchetool für Journalisten sind aktuell die Suchmaschinen und damit natürlich Google. Für die Informationsgewinnung und als Ausgangspunkt für eine Berichterstattung sind sie die erste Anlaufstelle, auch wenn die Journalisten mit den gefundenen Informationen und Details nicht immer zu hundert Prozent zufrieden sind.

 

Was bedeutet das nun für die PR-Arbeit von Unternehmen?
Wenn Sie künftig erfolgreiche PR-Arbeit betreiben wollen, sollten Sie zwei wichtige Punkte beachten:

  1. Der direkte Aussand von klassischen Pressemitteilungen an Journalisten und Redakteure ist nicht mehr ausreichend.
  2. Das Unternehmen muss Sorge dafür tragen, dass alle aktuellen und wichtigen Informationen im Internet verfügbar sind.

 

Der neue Weg: Online-Pressemitteilungen
Eine einfache und sehr wirkungsvolle Möglichkeit, Ihre aktuellen Informationen im Internet bekannt zu machen, bieten Online-Pressemitteilungen. Der Nachteil, dass die Pressemitteilung zum falschen Zeitpunkt versandt wird, ist hier nicht mehr gegeben, da sie auf verschiedenen Presseportalen und Websites über einen längeren Zeitraum auffindbar ist.

Wichtig ist dabei allerdings, dass Ihre Online-Pressemitteilung von Journalisten bei der Recherche auch gefunden wird. Und um dies zu gewährleisten, sollten Sie sie mit Keywords versehen. Wichtige Begriffe, die das Thema der Online-Pressemitteilung wiederspiegeln und die die  Journalisten bei ihrer Recherche voraussichtlich in die Suchmaschinen eingeben, sollten in der Überschrift und auch mehrmals im Text enthalten sein. Mit einer Keyword-Dichte von 1,5 bis 3,5 Prozent des Textes stehen die Chancen, in den Suchergebnissen weiter oben zu landen, sehr gut. Sind jedoch zu viele Keywords eingestreut, so besteht die Gefahr, dass der Text sowohl von Google als auch von Presseportalen als Spam abgelehnt wird. Sie sollten also beim Verteilen der Keywords etwas Fingerspitzengefühl beweisen.

Neben den Keywords sollte die Online-Pressemitteilung auch Links zu Ihrer Unternehmenswebsite mit weiterführenden Informationen enthalten. So gelangen die Journalisten bei Ihrer Recherche schnell und bequem zu den Detailinformationen, die sie benötigen.

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Da Journalisten häufig auch an Bildmaterial interessiert sind und meist unter Zeitdruck stehen, schätzen sie es, wenn sie Bilder schnell und unkompliziert herunterladen können. Dazu  sollten Sie auf Ihrer Website eine Unterseite als Presseraum einrichten, in dem Sie Bilder, am besten in im JPEG-Format, zum Download anbieten. Achten Sie darauf, dass die Bilder druckfähig sind, also eine Auflösung von mindestens 300 dpi haben.

Wenn Sie am Ende Ihrer Pressemitteilung einen Link zum Download in Ihrem Presseraum setzen, gelangt der recherchierende Journalisten sehr schnell auf Ihre Website und die Chance, dass über Ihr Unternehmen berichtet wird, erhöht sich ungemein.

 

Fazit
Auch wenn die klassische Pressemitteilung in den Hintergrund tritt, so ist das PR-Instrument „Pressemitteilung“ so aktuell wie eh und je. Im neuen Online-Kleid, mit Accessoires wie Keywords, Links und Bildern versehen, leistet es wertvolle Dienste und kann die veränderten Informationsbedürfnisse der Journalisten, die lieber aktiv im Internet recherchieren als passiv nur die zugesendeten Informationen lesen, befriedigen.

 

Die AutorinBrigitte Kalkbrenner 2 klein
Brigitte Kalkbrenner, Dipl. Kffr. (univ.), berät und unterstützt Selbständige und mittelständische Unternehmen in Sachen Online-PR.

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Bildnachweis: Rainer Sturm/ Pixelio.de

Brigitte

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