Das Scale-up kommt

Das Scale-up kommt

Das Scale-up kommt

Das geflügelte Wort für Top-Unternehmen

Hermann Simon gelang es mit den „Hidden Champions“ einen Begriff für eine bestimmte Art von Unternehmen zu prägen. Möglicherweise befinden wir uns mit dem Begriff „Scale-up“ gerade am Anfang einer ähnlichen Entwicklung. Denn seit  das gleichnamige Buch erschien und den Begriff „Scale-up“ im deutschsprachigen Raum einführte, legt er eine beachtliche Dynamik an den Tag: immer mehr Unternehmen beanspruchen für sich, ein Scale-up zu sein immer mehr Unternehmen beanspruchen für sich, ein Scale-up zu sein oder werden zu wollen. Scale-up wird so zum Synonym für eine neue Art der Unternehmensführung. Das Verlangen dazu kommt aus völlig verschiedenen Richtungen, jedoch immer mit der gleichen Zielsetzung: es geht darum, überdurchschnittliches Wachstum zu erreichen.

Eine kleine Auswahl

  • Vom Start-up zum Scale-up (Sage GmbH, E-Paper)
  • Wir sind kein Start-up, wir sind ein Scale-up (Miunske GmbH, Firmennews-Beitrag)
  • Im Rahmen der Scale-up Strategie… (RNE AG, Pressemeldung)
  • Scale-up 360°IT-Tagung (Tagung we.CONECT Global Leaders GmbH)
  • Die Scale-up Challenge (Titel eines Deloitte-Papers

Einige Scale-up Beispiele

Skalierende Unternehmen verfügen über ein Geschäftsmodell, mit dem sich viel Nachfrage erzeugen lässt, ohne dass die Kosten im gleichen Maße ansteigen. Für eine Partnerbörse wie „Parship“ beispielsweise ist es fast egal, ob 1.000 oder 100.000 Personen darauf zugreifen. Einmal eingerichtet, steigen die Kosten für mehr User nur noch unterdurchschnittlich an – eine ideale Voraussetzung für einen Skalierer. Ganz anders verhält es sich bei der Deutschen Bahn. Um mehr Passagiere zu befördern, müssen mehr Züge angeschafft und das Streckennetz erweitert werden und das erfordert hohe Investitionen. Mit dem momentanen Geschäftsmodell kann die Deutsche Bahn daher kein Scale-up werden.

Mittlerweile achten immer mehr Unternehmen darauf, ihr Geschäftsmodell so zu entwickeln, dass das Wachstum nach oben hin offen ist und die Kosten dabei nur minimal steigen. Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse erschließt dabei völlig neue Möglichkeiten. Auch aus vermeintlich schwacher Ausgangslage können Unternehmen einen neuen Anlauf wagen.

So wie die beiden Stahlerzeuger ThyssenKrupp und Klöckner, die mit ihren frisch geschaffenen eigenen Handelsplattformen für gewaltige Disruptionen in ihrer Branche sorgten. Deren Plattformen machen es möglich, dass die Kunden ihre benötigten Produkte direkt beim Hersteller bestellen können. Das ungeschriebene Gesetz „große Mengen direkt, kleinere Mengen über den Händler“ wird so auf diese Weise aus den Angeln gehoben, weil die Hersteller im Kampf um die Rendite sich die Marge lieber selbst einverleiben als sie dem Händler zu überlassen. Der Aufwand für die Handelsplattform ist vergleichsweise gering.

Es ist eine Frage der Haltung – nicht des Firmenalters

Beschreibt der Begriff „Start-up“ den Zustand eines Unternehmens in der Gründungsphase, so kennzeichnet der Begriff „Scale-up“ Unternehmen, in der Phase des dynamischen Wachstums. Scale-up hat weder etwas mit der Größe noch mit dem Alter eines Unternehmens zu tun. Es ist die Haltung, mit der das Unternehmen geführt wird. Was tut Ihr Unternehmen dafür, dass es schneller wächst als der Schnitt der Branche? Würden Sie auch so weit gehen wie die in Cuxhaven ansässige RNE AG, die die Führungsriege so umstrukturiert, dass die neue Scale-up Strategie aus voller Überzeugung von allen mitgetragen werden kann?

Neben dem mentalen Switch, ein Scale-up zu werden, kommt es noch auf ein paar weitere Punkte an. Auf den Markt, die Marktbearbeitung und die stufenweise Digitalisierung. Aber auch auf die Gewinnung von Mitarbeitern, die Erfahrung in diesen Themen mitbringen, und das Auffinden des richtigen Alphatrends. Das ist der Trend, auf dem Unternehmen ihre Geschäftsstrategie aufsetzen, um mit weniger Aufwand auch hochgesteckte Ziele besser zu erreichen.

Alphatrends machen den Unterschied

Aus der Analyse von über 200 Scale-ups ließen sich 12 wiederholende Muster erkennen, derer sich Unternehmen bedienen, die über Jahrzehnte hinweg erfolgreicher sind als andere.

Einer dieser zeitunabhängigen Alphatrends ist das Thema „Bequemlichkeit“. Denn Dinge, die das Leben vereinfachen, erfreuen sich ganz allgemein großer Beliebtheit. Ob das die Möglichkeit ist, mit einem Thermomix einfacher zu kochen oder per Smartphone seine Bankgeschäfte zu erledigen, wie das der neue Senkrechtstarter, das Scale-up N26, anbietet. Ein weiterer Alphatrend ist der, die Welt besser zu machen: wer sich diesem Thema konsequent verpflichtet, kann ebenso skalieren wie der Outdoor-Ausrüster Vaude, der sich mit seinen Produkten voll und ganz der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung verpflichtet fühlt und dabei skaliert.

Der Weg zum Scale-up

Alles beginnt mit der Entscheidung, ein Scale-up zu werden. Dann folgen die Überlegungen, wie der Weg dorthin aussehen kann, worauf zu achten ist, welche Hürden im Weg stehen, was zu tun ist und wie der grobe Plan für die nächsten fünf Jahre und der genaue Plan für die nächsten 12 und 18 Monate aussieht. Im Buch Scale-up finden Sie viele Benchmarking- und Best-Practice-Beispiele hierzu, doch vor allem sind die 12 Alphatrends erklärt, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich mit Ihrem Team und Ihrem Unternehmen auf diese Reise machen. Das erspart Ihnen nicht nur viel Zeit und unnötiges Lehrgeld, sondern Sie erreichen dadurch Ihr Ziel viel effizienter und rascher.

Viel Erfolg auf Ihrem Weg zum Scale-up – für den ich Ihnen als früher Innovator der Scale-up-Bewegung gerne auch persönlich zur Verfügung stehe.

Über den Autor

Christian Kalkbrenner, Dipl.-Kfm. (univ.), ist Strategieberater aus Überzeugung. Für seine Kunden entwirft und überprüft er seit Jahren Unternehmensstrategien, um Umsätze und Gewinne zu vervielfachen und den Unternehmenswert zu steigern. Als kreativer Kopf hat er ein eigenes Strategieverfahren entwickelt, den Bambus-Code®, für den er mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet wurde. Mit sieben Fachbüchern, vielen Fachartikeln und Vorträgen zählt er zu den Kompetenzführern seines Faches

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, was Christian Kalkbrenner für Ihr Unternehmen tun kann, dann senden Sie uns eine kurze Anfrage. Wir melden uns umgehend.


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